Eine Gemeinde darf Grundstücke grundsätzlich nicht unter Wert abgeben — der Verkehrswert ist die haushaltsrechtliche Untergrenze und im Zweifel auch die beihilferechtliche. Bei Umlegung, Ausübung des Vorkaufsrechts und Einheimischenmodellen wird die Zahl zusätzlich politisch geprüft.
Zuständig ist der Gutachterausschuss für Grundstückswerte. Für Berlin werden die Bodenrichtwerte über BORIS-D veröffentlicht — dieses Land betreibt kein eigenes Landesportal, die Werte laufen über das bundesweite BORIS-D.
Der Bodenrichtwert nach § 196 BauGB ist eine Rechengröße und kein Verkehrswert: er beziffert den Boden je Quadratmeter in einer Zone, für ein Grundstück in lagetypischem Zustand. Ihre Parzelle weicht davon regelmäßig ab — durch Zuschnitt, Tiefe, Erschließungszustand oder eine Belastung im Grundbuch. Diese Abweichung ist das, was eine Wertermittlung leistet.
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