Für das Verzeichnis der Massegegenstände nach § 151 InsO und für jede freihändige Veräußerung braucht die Verwaltung einen Wert, der gegenüber Gläubigerausschuss und Insolvenzgericht Bestand hat. Beim Grundstück kommt hinzu, dass Belastungen in Abteilung II den Bodenwert real mindern — Erbbaurecht, Wegerecht, Sanierungsvermerk.
Zuständig ist der Gutachterausschuss für Grundstückswerte. Für Berlin werden die Bodenrichtwerte über BORIS-D veröffentlicht — dieses Land betreibt kein eigenes Landesportal, die Werte laufen über das bundesweite BORIS-D.
Der Bodenrichtwert nach § 196 BauGB ist eine Rechengröße und kein Verkehrswert: er beziffert den Boden je Quadratmeter in einer Zone, für ein Grundstück in lagetypischem Zustand. Ihre Parzelle weicht davon regelmäßig ab — durch Zuschnitt, Tiefe, Erschließungszustand oder eine Belastung im Grundbuch. Diese Abweichung ist das, was eine Wertermittlung leistet.
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